Kulinarisches aus der Fränkischen Drucken

Schäufala ist der fränkische Kosename für eine flache Schweineschulter, die zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth obsessiv gebraten und genossen wird.

Genießen Sie eines der vielen dunklen Biere, die hier gebraut werden. Für den Rest des Landes mögen die Kleinbrauereien ein Überbleibsel vergangener Zeiten sein; wer aber jemals den Unterschied zwischen einem hochindividuellen „Dunklen“ und einem der Massenbiere gekostet hat, weiß den Wert der kleinen Brauereien zu schätzen – und wohl auch deshalb sehen die Franken stets so glücklich aus.


Wer auf seiner Tour durch Franken auf der Tafel eines Gasthauses mit Kreide „Schlachttag“ gekritzelt sieht, sollte anhalten und genießen. Eine Schlachtplatte für einen Franken reicht für eine halbe moderne und kalorienbewusste preußische beziehungsweise bayerische Familie. Nur darf man sich vor Blut- und Leberwürsten nicht erschrecken. Auf den Senf ist zu achten und auf den Obstler danach.

Erfreulicherweise gibt es wieder Bauern, die ihr bestes Obst zu besten Schnäpsen destillieren. Viele Hausbrennereien verkaufen nur im Lokal, weil sich ein größerer Vertrieb nicht lohnt. Wer schlau ist und seine urbanen Freunde beeindrucken will, nimmt ein paar Flaschen mit.

(Auszug ausDas Paradies liegt zwischen Nürnberg und Bayreuth“, Welt online vom 27.9.2010)